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| Pfadfinder - Knoten |
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Wenn man nicht gerade in ein zwei- bis dreiwöchiges großes Zeltlager geht, wird man
kaum Hammer, Nägel und Zange mit ins Lager schleppen. Und auch dort wird man bemüht
sein, echte Waldläuferkunst zu zeigen. Aber wie alle die schönen Lagergeräte und
-bauten schaffen? Mit Tauwerk!
Wenn man Tauwerk benutzt, kommst man ohne Knoten nicht aus, denn wie wollte man wohl ein
Ende befestigen oder zwei Enden miteinander verbinden? Es wird auch schnell klar werden,
dass man für unterschiedliches Tauwerk und unterschiedliche Zwecke verschiedene Knoten
brauch.
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Es heißt zwar, man sollte den sogenannten Altweiberknoten nie
verwenden, weil er sich verkneift und nur sehr schwer wieder zu öffnen ist. Dennoch soll
er hier aus zwei Gründen gezeigt werden: 1. zur Warnung und zweitens für Modezwecke.
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Der Kreuzknoten ist der klassische Knoten der Seeleute, Schiffer,
Pioniere und Pfadfinder. Er wird fast täglich überall gebraucht. Deshalb hat er auch so
viele verschiedene Namen:
Doppelschlinge, Raufknoten, Samariterknoten, Schifferknoten, Weber-Flachknoten,
Weberknoten - und sicher noch einige andere.
Er ist leicht zu schlagen und zu lösen. Er besteht praktisch aus zwei übereinander
liegenden Überhandknoten. Dabei musst du nur darauf achten, dass der Tampen, der bei
Draufsicht hinter dem festen Part liegt, auch hinter dem Tampen zu liegen kommt, mit dem
er den Knoten schlägt. Festgezogen erkennst du den Kreuzknoten daran, dass er symmetrisch
ist, das heißt die Parten jedes Tampens liegen nebeneinander und kommen auf derselben
Seite aus der Bucht des anderen Tampens.
Nur so ist der Kreuzknoten richtig. Eigentlich kannst du ihn auch gar nicht
anders knüpfen. Der unsymmetrische "Kreuzknoten" slippt bei Belastung aus,
weil die verschieden wirkenden Kraftverhältnisse den Tampen keinen Halt
geben.
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Der Mastwurf wird geschlagen, wenn ein Ende an einem Baum, Mast oder
dicken Pfahl befestigt werden soll. Er hält nur, wenn Zug auf dem Ende liegt. Als
zusätzliche Sicherung kannst du einen oder zwei halbe Schläge um die feste Part legen.
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Eine Schlinge, die sich nicht zuzieht, erhältst du mithilfe des Palsteks
(Rettungsschlinge). Du solltest ihn sowohl mit einer als auch mit beiden Händen schlagen
können.
Eine kleine Eselsbrücke: Lege mit dem festen Part eine Schlaufe. Diese ist der See:
Der Frosch kommt aus dem See, geht um den Baum herum und taucht wieder in den See
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Mit dem doppelten Palstek kannst du im Lager einen "Fahrstuhl"
schaffen. Mit einiger Übung kannst du die Größen der beiden Schlingen verändern
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Der Schotstek wird zuweilen auch Weber- oder Weberkreuzknoten
genannt. Er dient zur Verbindung zweier Enden von deulich unterschiedlicher Stärke.
Halte das stärkere Ende fest und lege in den Tampen eine Bucht, dann fahre mit dem
schwächeren Ende von unten in die Bucht.
Genau wie beim Kreuzknoten musst du darauf achten, dass die festen Parten in einer Linie
liegen, damit der dünnere Tampen nicht hinausrutscht.
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Willst du sicher gehen, schlage zwei Törns mit dem schwächeren Tampen um die Bucht.
Dann hast du den doppelten Schotstek.
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Der Spannknoten hält nur bei geringem Zug, eignet sich aber bestens
für Zeltleinen. Um dem Spanner mehr Festigkeit zu geben, kannst du um den Pflock zwei
Törns legen. Allerdings ist dann das Spannen oder Lösen etwas umständlicher.
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Der Zimmermannsschlag gibt Auskunft über seine Herkunft und
Verwendungsmöglichkeit, die sehr vielseitig ist. Zum Auf- und Abseilen von Balken und
Stämmen bringe noch eine Sicherungsschnalle, den sogenannten Kopfschlag an.
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